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Energie-Netzwerk HochFranken
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 Schriftzug Energie Netzwerk Hochfranken

2. Konferenz

Pressebericht

18. Mai 2009



Pressebericht

 Schriftzug Pressemitteilung Dr. Friedrich: Alternative Energien - Geld verdienen und Umwelt schonen!

Eines der wichtigsten Zukunftsthemen ist eine klimafreundliche und bezahlbare Energiesicherung. Der ländliche Raum hat hierbei besondere Vorteile zu bieten, darin waren sich die Teilnehmer der 2. Konferenz des "Energie-Netzwerks HochFranken" einig. Unter der Leitung des CSU-Bundestagsabgeordneten und Initiators des Netzwerks, Dr. Hans-Peter Friedrich, diskutierten Vertreter von Wirtschaft, Bund Naturschutz, Kommunalpolitiker und Interessierte über die Themen Bioenergie, energetische Wohngebäudesanierung und kommunale Förderprogramme.

Gerhard Böhner, Geschäftsführer des Maschinenrings Münchberg und Umgebung e. V., verwies bei seiner Präsentation der Biogasaktivitäten im Landkreis Hof auf die bisher 16 bäuerlichen Anlagen sowie eine weitere Anzahl von Anlagen, die in Planung oder im Bau seien. Der Vorteil der Biogasversorgung besteht unter anderem darin, dass sie nicht abhängig ist von Wind, Wetter und Jahreszeiten, sondern eine gleichbleibende, dauerhafte Energiegewinnung sicherstellt. Mit der Novellierung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG), bei der die Anhebung der Grundvergütung für die Stromerzeuger und zusätzliche Boni neue Anreize für eine optimierte Biogasnutzung geschaffen wurden, entstand Planungssicherheit für die Investoren. Bereits in der Vergangenheit hat das EEG einen Investitionsschub in Biogasanlagen ausgelöst. Inzwischen ist daraus ein fest etablierter Produktionszweig vieler Landwirte entstanden.

Johann Rohrmüller, Projektleiter des Energieparks Hof, verwies auf das Vorzeigeprojekt in Hof, mit dem die größte Anlage in Oberfranken entstehen wird.

Bundestagsabgeordneter Friedrich betonte, dass das Ziel darin bestehe, die Energieversorgung unserer Region mit einem Energiemix aus verschiedenen Energieträgern, aber auch durch Energieeinsparung zu gewährleisten. Jeder einzelne Energieträger müsse für sich genommen weiterentwickelt werden, um seinen Beitrag für eine ökologische und ökonomische sinnvolle Energiegewinnung zu leisten.

Als Prototyp der Energiegewinnung für Privatpersonen oder Firmen wurde vom Geschäftsführer der Stadtentwicklungs- und Wohnungsbau GmbH Marktredwitz, Max Wittmann, das sogenannte Mini-Blockheizkraftwerk vorgestellt. Bereits einige solcher Blockheizkraftwerke, allerdings in größerer Ausführung, sind in Hochfranken bereits in Betrieb. Anders als große Stromkraftwerke, bei denen etwa 2/3 der eingesetzten Energie ungenutzt verpufft, wird bei einem Blockheizkraftwerk nahezu die komplette Energie verwendet. Eine Energieeinsparung, die vor allem für Wohnungseigentümer und Mieter interessant ist, und auf eine Energieeinsparung zielt, ist das Modellvorhaben "e% - Energieeffizienter Wohnungsbau". Die Energiekosten entwickelten sich mehr und mehr zum Problem bei den Wohnnebenkosten. Ziel des Sanierungsprojektes sei es deswegen, die Kosten, die in die Wohnungssanierung gesteckt werden, durch Einsparungen beim Energieverbrauch wieder hereinzuholen. Der Vorteil für den Mieter: Er profitiert von der Modernisierung und Verschönerung der Wohnung, die Summe von Kaltmiete und Nebenkosten bleibt jedoch gleich. Dieses Modellvorhaben wird von der Obersten Baubehörde im Bayerischen Innenministerium gefördert und soll darüber hinaus neue Erkenntnisse über Einsparmöglichkeiten im Wohnungsbau bringen. Das Baugebiet "Sterngrund" in Marktredwitz wurde bisher als einziges Objekt in Oberfranken in das geförderte Modellvorhaben aufgenommen.

Was Kommunen für den Umweltschutz und zur Energieeinsparung beitragen können, erklärte Wolfgang Degelmann, Geschäftsführer des Bundes Naturschutz der Kreisgruppe Hof. Er verwies auf den Förderkompass "Energie für Kommunen", den die Energieagentur Oberfranken zusammengestellt hat und bereithält. Unter der Internetadresse www.energieagentur-oberfranken.de ist er den Kommunen zugänglich. Die vielen verschiedenen Zuschussprogramme bieten für die Kommunen genügend Anreiz, um Energieprojekte zu starten. Ein verlässlicher Partner sei dabei das Amt für Ländliche Entwicklung, so Degelmann, und verwies auf die derzeit guten Rahmenbedingungen, in energetische Projekte zu investieren und damit bei dieser wichtigen Zukunftsaufgabe Schritt zu halten. Dezentrale Energiegewinnung und -versorgung bedeuten Wertschöpfung in der Region und bedeuten, dass das Geld in der Region bleibt, betonte Degelmann.

Abgeordneter Hans-Peter Friedrich stellte abschließend fest, dass das Thema "Energie" als Zukunftsthema bei den Bürgern angekommen sei. Jetzt müsste es darum gehen, über aktuelle Entwicklungen und die Vielzahl von Energiegewinnung- und -einsparmöglichkeiten für jeden zu informieren. Das Energienetzwerk Hochfranken solle dazu eine Plattform für Information und Meinungsaustausch sein. Die nächste Konferenz wird am 21. Juli 2009 stattfinden.


20. Mai 2009